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Autorenschaft, Rechte & Verantwortung im KI-Zeitalter

Dr. Clara Herdeanu

Wie Beck-Noxtua ein neues Kapitel juristischer Datenökonomie eröffnet 

Der Rechtsmarkt befindet sich in einem historischen Übergang. Was jahrzehntelang in Kommentaren, Monografien, Datenbanken und Archiven lag, wird durch KI-Anwendungen einfach durchsuchbar und strukturiert nutzbar. Für viele stellt sich die Frage: Wie lässt sich juristische Qualität in dieser neuen Welt schützen, stärken und gleichzeitig effizienter nutzbar machen? 

Für C.H.BECK und Noxtua beginnt die Antwort bei den Menschen, die juristisches Wissen schaffen: Autor*innen.  
 
Ihre Arbeit bildet das Fundament juristischer Orientierung in Lehre und Wissenschaft in Kanzleien, in Rechtsabteilungen, im Gerichtssaal und ebenso in der KI-Anwendung.  

Deshalb baut Beck-Noxtua auf dem Grundsatz auf, dass Rechts-KI Jurist*innen in ihrer Expertise und täglichen Arbeit unterstützen soll. Der Anspruch von Noxtua ist es, KI-Technologie auf eine sinnvolle Art und Weise für Rechtsexpert*innen sicher nutzbar zu machen. Dazu bedarf es tiefgehender KI- und Rechtsexpertise in Kombination. Deshalb haben sich Noxtua als KI-Unternehmen und C.H.BECK als führender Investor und strategischer Partner zusammengeschlossen, um KI-Lösungen zu entwickeln, die den spezifischen und anspruchsvollen Bedürfnissen des juristischen Arbeitens gerecht werden.  

Warum Autor*innen heute wichtiger sind als je zuvor 

Im Zentrum stehen dabei hochwertige juristische Quellen. 

Denn KI ermöglicht zwar schnellere Orientierung, strukturierte Auswertung komplexer Sachverhalte, kürzere Wege zwischen Problem und Lösung sowie nachvollziehbare Empfehlungen inklusive Quellen. Doch keine dieser Funktionen funktioniert zuverlässig ohne eines: vertrauenswürdige, kuratierte Inhalte. Ohne qualitativ über- und geprüfte Daten, die zu hochwertigen und verlässlichen Ergebnissen führen, ist KI aus juristischer Perspektive nur eine eindrucksvolle technische Spielerei. 

Damit ist Rechts-KI nicht nur „Nutzerin" juristischer Literatur, sie wird zum Verstärker. Basiert Rechts-KI auf juristischen Quellen, nimmt die Sichtbarkeit von Autor*innen zu, ihre Werke werden häufiger zitiert, und die Qualität ihrer Argumentation wird zur Grundlage digitaler juristischer Arbeit. 

Das ist kein Selbstzweck, sondern eine strategische Notwendigkeit. Beck-Noxtua ist für Jurist*innen eine umso effektivere Arbeitsumgebung, je mehr Autor*innen sich mit ihren Inhalten vollumfänglich einbringen. 

Die Einführung von KI ins juristische Arbeiten verändert dabei nicht nur die Art und Weise der Recherche, sondern auch die Erwartungshaltung an juristische Daten. 

Welche Vorteile schafft das für Autor*innen? 

Sichtbarkeit, die juristische Reputation stärkt 

Beck-Noxtua hat sich zum Ziel gesetzt, Quellen und ihre Urheber*innen sichtbar zu machen. Der KI-Workspace stellt durch genaue Quellenangaben mit Werktitel sowie optionalen Abbildungen von Autor*innensicher, dass sie immer transparent zu erkennen sind. 

Das bedeutet konkret, dass Quellenangaben mit Werktitel bei jeder Antwort im AI Workspace Beck-Noxtua erscheinen. Optionale Abbildungen unterstreichen die Erkennbarkeit und Identität der Autor*innen. Und durch Klickzahlen kann festgestellt werden, welche Werke tatsächlich konsultiert werden.  

Wer juristischen Diskurs prägt, bleibt erkennbar, auch im digitalen Raum. Und genau das ist entscheidend, denn Sichtbarkeit ist nicht nur Anerkennung. Sie ist auch Kapital in einer Welt, in der juristisches Wissen und Reputation zunehmend digital vermittelt wird. 

Schutz vor unkontrollierter Verwertung durch Dritte 

Viele große Marktakteure nutzen Fremdinhalte ungefragt, C.H.BECK geht einen anderen Weg. Der Verlag hat bewusst Mechanismen etabliert, um Inhalte von Autor*innen vor illegaler Auswertung zu schützen. 

Durch den Vorbehalt in Ziffer 3 der Vertragsergänzung zur KI-Nutzung kann allein der Verlag das jeweilige Werk für die automatisierte Analyse verwenden, insbesondere zur Erkennung von Trends und Korrelationen. Diese Schutzfunktion soll verhindern, dass die Inhalte der Autor*innen durch Dritte illegal ausgelesen werden, mit dem Ziel, damit an den Rechteinhaber*innen vorbei Sprachmodelle zu trainieren. 

Mit dem Vorbehalt verhindert der Verlag somit Text- und Data-Mining durch Dritte. Die Nutzungsrechte und unzulässigen Nutzungen ergeben sich zusätzlich aus Ziffer 10 der AGB für Beck'sche Digitaldienste. 

Dies stellt eine Firewall gegen Datenextraktion dar, technisch und organisatorisch umgesetzt. Während andere Plattformen Inhalte als „frei verfügbar" behandeln, sobald sie im Netz stehen, schützt Beck-Noxtuaaktiv die Integrität juristischer Werke. Somit schützen wir Urheberrecht im KI-Zeitalter konsequent. 

Faire Vergütung ab dem ersten Euro, mit erhöhtem Honorarsatz für KI-Training 

Beck-Noxtua folgt keinem Big-Tech-Modell, in dem Inhalte anonym in Trainingsdaten verschwinden. Stattdessen gilt, dass Autor*innen ab dem ersten Euro in der vertraglich festgelegten Höhe an den Umsätzen beteiligt sind, die C.H.BECK mit dem Vertrieb von Beck-Noxtua erzielt. 

Darüber hinaus hat der Verlag einen erhöhten Honorarsatz angekündigt, speziell für Autor*innen, deren Inhalte zum Training der KI eingesetzt werden dürfen. 

Ein KI-System, das Europäische Souveränität schützt 

Um die Sicherheit, Souveränität und Resilienz zu ermöglichen und festigen, entwickelt Noxtua Europas souveräne Rechts-KI als komplettes KI-System, bestehend aus eigener KI-Infrastruktur, Modellen, Daten und nutzerzentriertem Interface. Noxtua nutzt deshalb auch keine US-Hyperscaler, sondern arbeitet eng mit den deutschen Partnern IONOS und der Open Telekom Cloud zusammen. Denn juristische Daten erfordern Hoheit über Infrastruktur, Schutz vor extraterritorialen Zugriffsgesetzen sowie europäische Verschwiegenheits- und Berufsrechtskonformität. 

KI und Urheberrecht: Was bleibt? Was ändert sich? 

Wir bleiben bei einem klaren Prinzip: ohne Autor*innenrechte keine verlässliche juristische Wissensordnung.  

Deshalb gilt bei Beck-Noxtua keine Weitergabe von Inhalten an Dritte, kein unkontrolliertes Training fremder Modelle, kein „Auslesen" durch Big-Tech-Provider, und umfassender Schutz vor Text- und Data-Mining durch Nichtberechtigte gemäß §§ 2, 8 VerlG  sowie UrhG. 

Das mag auf den ersten Blick paradox wirken, exklusive Rechte als Bedingung für Teilhabe? Doch die Ausgangssituation ist hier nicht anders als beim Printwerk. Auch dort werden dem Verlag entsprechend §§ 2 Abs. 1, 8 VerlG die ausschließlichen Nutzungs- und Verlagsrechte übertragen. Anders können Verlage seit jeher nicht wirtschaftlich arbeiten. Das gilt erst recht im Zeitalter von KI, in dem die Investitionssummen nochmals deutlich höher sind als in der Printwelt oder in der Welt juristischer Datenbanken. 

Zudem kann C.H.BECK als Rechteinhaber besser und effizienter gegen Rechtsverletzungen vorgehen. Das schützt nicht nur den Verlag, sondern schützt vor allem die Autor*innen. 

Nutzung von KI in der juristischen Manuskripterstellung  

C.H.BECK akzeptiert KI als Schreibassistenz, nicht als Autor*in. 

Der Verlag erkennt die Verwendung und Nutzung von KI-Systemen als zeitgemäße Hilfsmittel bei der wissenschaftlichen Texterstellung und -bearbeitung ausdrücklich an, mit klaren Maßgaben: Zulässig sind Strukturierung, Textprüfung, Zusammenfassung und Formulierungsvorschläge. Nicht zulässig hingegen sind scheinbare Eigenwerke ohne Schöpfungshöhe, die im Wesentlichen aus KI-generierten Ergebnissen bestehen, Vollautomation ohne Kontrolle, das Training fremder Modelle mit eingereichten Texten sowie jede Rechteeinräumung oder Übertragung eingegebener Inhalte an KI-Anbieter. 

Wichtig ist, dass der konkret abgelieferte Text ganz überwiegend durch eine natürliche Person geschaffen wurde, und dass dieser Text Schöpfungshöhe aufweist. Die Urheber*in muss durch geeignete Konfiguration und Verwendung der betreffenden KI-Systeme sicherstellen, die größtmögliche Kontrolle über die KI-generierten Ergebnisse und Inhalte zu behalten. 

Der Mensch bleibt verantwortlich und die KI bleibt Werkzeug. 

Warum dieser Weg zählt  für Europa 

Die Grundlage des Rechts ist Vertrauen. Dieses Vertrauen lässt sich nicht auslagern. Beck-Noxtua ist somit ein europäischer Gegenentwurf zu KI-Angeboten, die Wissen automatisieren, ohne es zu verstehen.Denn das Rechtssystem bestehen nicht nur aus Daten, sondern aus Menschen, die Verantwortung tragen. 

Deshalb braucht Europa eine Rechts-KI, die dem Recht dient und nicht nur dem Markt. 


 


 

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